Drückerbanden, Gesocks etc. die Zweite.

100. PostRegte ich mich doch kürzlich hier auf, dass – kaum geht man mal einen Tag nicht ins Büro und vertreibt sich den Tag zu Hause – allerlei Hausierer vor der Haustüre stehen und Haushaltswaren, wie z.B. neue Haustelefon-Verträge, verkaufen wollen oder alternativ auch Geldbeträge in beliebiger Höhe ohne Gegenleistung entgegenzunehmen wünschen.

Heute bestätigte sich erneut q.e.d.: Morgens halb 11 in Deutschland, ich war mal wieder ausnahmsweise zu Hause und es klingelte an der Tür. Es war sonnenklar, dass es niemand sein konnte, den ich kenne, denn alle, die mich kennen, wissen, dass ich zu dieser Zeit im Verlag bin – eigentlich. Schon im Vorfeld leicht genervt öffnete ich also die Tür und vor mir stand ein junger Mann, der für Behinderte im Rollstuhl sammeln wollte. Erstaunlicherweise saß er selbst aber nicht im Rollstuhl, was jedoch auch an ein Wunder gegrenzt hätte, weil er nämlich mit selbigem gar nicht erst zur Haustür hoch und an die Klingel gelangt wäre (vielleicht stand sein Rollstuhl ja um die Ecke und unser Hausaufgang wird in Zukunft ein neuer, allerdings nicht barrierefreier Pilgerort, wie Lourdes).

Ich gebe zu, dass ich recht barsch war. Ich habe mir gar nicht erst bis zum Schluss angehört, was er zu sagen hatte. Der Kerl hat mich geduzt, soviel habe ich noch mitgekriegt und das habe ich mal als Kompliment für mein jugendliches Aussehen aufgefasst. Trotzdem habe ich ihm unumwunden gesagt, dass ich kein Interesse habe, an was auch immer. Das war ziemlich fies von mir. Er schimpfte dann noch und sagte: „Jaja, hauptsache nicht helfen.“ Das fand ich wiederum ziemlich unverschämt von ihm. Egal, er ging und ich hatte meine Ruhe.

Es soll auch Leute geben, die bitten solche Hausierer herein, hören sich ewig an, was sie zu erzählen haben um sie anschließend sehr freundlich aber bestimmt OHNE etwas zu kaufen oder zu spenden wieder heraus zu bitten. Das könnte ich nicht, mir wäre das zu unheimlich, so einen im Haus zu haben. Mir ist dieses ganze Klinkenputzertum eh unheimlich. Ich glaube, für’s nächste Mal lege ich mir eine andere Strategie zurecht: Ich werde mir eine 10-minütige Rede ausdenken und dann den nächsten Bittsteller an der Tür damit traktieren. Anschließend werde ich  um eine Spende bitten. Und wenn er nichts gibt, werde ich ausfallend. Das ist dann quasi Klinkenputzen umgekehrt.

Dies war übrigens mein 100. – wenn auch sicher nicht überragendster/s (??) – Blog-Post! Ein kleines Jubiläum quasi , das macht mich ein bisschen stolz… Gratulationen und Geschenke werden gerne entgegen genommen!

4 Gedanken zu „Drückerbanden, Gesocks etc. die Zweite.

  1. Gratuliere zu Deinem 100tenPost! Mein „Geschenk“ kommt dann etwas verspätet übemorgen – sozusagen quasi, als wäre es per Post gegommen 😉

  2. Hey cool… gratuliere zu deinem Jubiläum! 😀 Freu mich schon auf die nächsten 100 – also schreib fleißig weiter! 😀

  3. Zur Feier des Tages hättest du dem armen Exleprakranken doch ’nen Euro spenden können! Also wirklich!

    Viel Erfolg bei den nächsten 100 Beiträgen, an denen ich sicherlich viel Spaß haben werde.

  4. Auf die nächsten hundert Posts und viele, viele Leser! – Dein goodie zum 100sten findest Du heute bei mir 😉

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