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	<title>WORTdealer &#187; Ärzte</title>
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	<description>&#34;Alles muss raus - und der Junge auch!&#34;</description>
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		<title>Als ich dachte, auch endlich eine Allergie zu bekommen.</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 20:37:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortdealer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Allergie]]></category>
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		<category><![CDATA[Medizin]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Winter war ich wie immer furchtbar nebenhöhlengeplagt, man könnte auch &#8220;geplaqued&#8221; sagen, wenn man das beurteilt, was sich da so täglich in meiner Nase und darüber hinaus ansammelte. Wie ebenfalls immer ging ich mit meinen Beschwerden viel zu spät zum Arzt, ein neuer HNO sollte es sein, der mal überprüfen sollte, ob anatomisch mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Winter war ich wie immer furchtbar nebenhöhlengeplagt, man könnte auch &#8220;geplaqued&#8221; sagen, wenn man das beurteilt, was sich da so täglich in meiner Nase und darüber hinaus ansammelte. Wie ebenfalls immer ging ich mit meinen Beschwerden viel zu spät zum Arzt, ein neuer HNO sollte es sein, der mal überprüfen sollte, ob anatomisch mit meinen Nasenhöhlen, -gängen und -scheidewänden (O-Ton des Kindes: &#8220;Gell Mama, jeder Mensch hat eine Nasenscheidewand!?&#8221;) alles in Ordnung ist oder ob eine Korrektur angeraten wäre. Ich traf also nur noch halbverschnupft in der Praxis des Arztes ein und wurde &#8211; ich kann nicht klagen, so als Zweite-K(l)asse-Patientin &#8211; fürsorglichst behandelt. Nach eingehender Inspektion meiner Nase inklusive Ultraschall durfte ich in eine benachbarte radiologische Praxis marschieren, um mir dort die Höhlen röntgen zu lassen. Außerdem wurde mir zwecks Allergietest Blut abgenommen und ein Pricktest auf der Haut durchgeführt. Der war komplett negativ, ich hatte schon Sorge, dass es Anlass dazu gäbe, unseren verbliebenen Kater Ole abgeben zu müssen. Dem war nicht so. Das Höhlenröntgenbild war auch sehr schick und so konnte ich wieder nach Hause gehen, bzw. zur Arbeit, ausgerüstet mit einer super nach Lavendel duftenden Nasensalbe → trockene Nasenschleimhaut.<br />
Wir erwartet, ging es mir schlagartig wieder gut, der Frühling brach an, die Nebenhöhlensaison verabschiedete sich bis zum nächsten Jahr und ich habe ich mich gefreut.</p>
<p><span id="more-2187"></span>Etwa drei Wochen nach dem Arzttermin bekam ich Post von besagtem HNO-Arzt. In einem sehr freundlichen und leicht besorgniserregend klingenden Brief bat er mich, doch noch einmal in die Praxis zu kommen, die Blutergebnisse des Allergietests lägen jetzt vor und wir sollten das weitere Vorgehen besprechen! Innerlich freute ich mich schon etwas, weil ich dachte, auch endlich dazugehören zu dürfen. Heutzutage kann doch jeder Depp mit irgendeiner Allergie oder Unverträglichkeit aufwarten, nur ich musste bisher bei diesem Thema immer passen und mich auf meine Vermutung stützen, dass ich als Kind wohl zu viel Dreck gegessen habe. Jetzt witterte ich meine Chance. Auch ich würde zu meiner Allergie kommen, eine klitzekleine nur, die mir gar keine Beschwerden macht, aber immerhin, eine Allergie. Verzückt machte ich mich also zwei weitere Wochen später erneut auf den Weg zum HNO. Im Sprechzimmer angekommen nahm ich auf dem Untersuchungsstuhl platz und war schon ganz aufgeregt.<br />
Da fragte mich der Arzt: &#8220;Was kann ich für Sie tun?&#8221;<br />
Ich: &#8220;Ich weiß auch nicht! Sie wollten mich sehen!&#8221;<br />
Er: &#8220;Äh.&#8221;<br />
Ich: &#8220;Ich habe einen Brief von Ihnen bekommen, dass meine Allergie-Laborwerte vorlägen und Sie das weitere Vorgehen mit mir besprechen wollten.&#8221;<br />
Er: &#8220;Moment mal.&#8221; Er kramte in seinen Unterlagen und sagte dann: &#8220;Ja, das sah alles gut aus mit den Blutwerten.&#8221;<br />
Ich: &#8220;Und warum sollte ich dann kommen?&#8221;<br />
Er: &#8220;Ich wollte nur noch einmal überprüfen, ob das alles auch ein stimmiges Bild ergibt.&#8221;</p>
<p><strong>HÄH?</strong></p>
<p>Nach erneuter Inspektion meiner Nase und erneuter Feststellung der relativen Aridität meines Nasenmilieus sagte er dann: &#8220;Wir sehen uns dann im August wieder.&#8221;<br />
Ich: &#8220;Warum?&#8221;<br />
Er: &#8220;#lklbhwe+$§#0342=623&#8243; (ich habe ihn wirklich nicht verstanden)</p>
<p>Jetzt habe ich zwar leider keine Allergie, aber immerhin ein vierteljährliches HNO-Abo auf Lebenszeit! Wenigstens ist er nett. Vielleicht ist er auch ein ganz kleines bisschen in mich verliebt.</p>
<p>&copy;2012 <a href="http://www.wortdealer.de">WORTdealer</a>. All Rights Reserved.</p>.<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.wortdealer.de%2F2011%2F05%2F31%2Fals-ich-dachte-auch-endlich-eine-allergie-zu-bekommen%2F&amp;title=Als%20ich%20dachte%2C%20auch%20endlich%20eine%20Allergie%20zu%20bekommen." id="wpa2a_2"><img src="http://www.wortdealer.de/wordpress/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mit dem Kind beim Ohrenarzt.</title>
		<link>http://www.wortdealer.de/2009/12/08/mit-dem-kind-beim-ohrenarzt/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 22:27:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortdealer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beweg' uns!]]></category>
		<category><![CDATA[Ärzte]]></category>
		<category><![CDATA[das Kind]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ich erwähnte ja bereits, dass das Kind seit einiger Zeit schlecht hört, oder?&#8221; &#8220;Hä?&#8221; &#8220;Das heißt &#8216;Wie bitte&#8217;! Es hört schlecht!&#8221; &#8220;Wie bitte?&#8221; &#8220;Ganz genau!&#8221; Festgestellt haben wir das, weil sich genau solche Dialoge ständig wiederholt haben und zwar auch, wenn es um Eis oder andere schöne Dinge ging. Einmal darauf aufmerksam geworden, ließen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-351" title="Reh" src="http://www.wortdealer.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/12/Reh.JPG" alt="Reh" /></p>
<p>&#8220;Ich erwähnte ja bereits, dass das Kind seit einiger Zeit schlecht hört, oder?&#8221;</p>
<p><strong>&#8220;Hä?&#8221;</strong></p>
<p>&#8220;Das heißt &#8216;Wie bitte&#8217;! Es hört schlecht!&#8221;</p>
<p><strong>&#8220;Wie bitte?&#8221;</strong></p>
<p>&#8220;Ganz genau!&#8221;</p>
<p><span id="more-349"></span>Festgestellt haben wir das, weil sich genau solche Dialoge ständig wiederholt haben und zwar auch, wenn es um Eis oder andere schöne Dinge ging. Einmal darauf aufmerksam geworden, ließen wir uns mehrere Reizworte bzw. Reizsätze einfallen, die das Kind normalerweise sofort aufhorchen lässt. Aber wenn man nur ein bisschen leiser als in normaler Sprechlautstärke von Nachtisch und Eis spricht oder vom Nikolaus und Geschenken, hört das Kind leider wenig bis nichts. Es hört vor allem dann nichts, wenn man flüstert.</p>
<p>(Dass das Kind natürlich bei zahlreichen anderen Gelegenheiten ebenfalls nicht[s] hört, ist altersbedingt und hat schätzungsweise keine direkt pathologischen Ursachen, auch wenn es schön wäre, wenn die Trotzphase als Krankheit anerkannt wäre und es dagegen ein rezeptpflichtiges Arzneimittel gäbe.)</p>
<p>Wir haben uns also gesorgt um das Gehör unserers Kindes und langfristig auch um unsere Stimmbänder. Unsere Sorge wurde bereits im Vorfeld etwas gemildert &#8211; mit richtigen Hörschäden ist ja nun wirklich nicht zu spaßen &#8211; weil der Kinderarzt dem Kind bei der letzten Erkältung bereits außerordentlich viel Ohrenschmalz attestiert hat. So viel, dass ein otoskopischer Blick bis zum Trommelfell auf keinen Fall möglich war. Zum Glück hatte die Besichtigung des Trommelfells noch nie große Priorität, weil das Kind glücklicherweise in seinem ganzen bis dato drei Jahre währenden Leben noch keine Mittelohrentzündung hatte (ob man damit schon ins Guiness-Buch der Rekorde kommt?).</p>
<p>Das Kind hörte also schlecht und wir nahmen an, dass gravierende Mengen Ohrenschmalz Auslöser dieses Missstandes waren. Nicht lange fackeln, dachten wir &#8211; das Kind sollte schließlich nicht länger eine gute Ausrede für&#8217;s Nichthören haben &#8211; wir gehen zum Experten, zum HNO-Arzt.</p>
<p>Mit diesem Mann hatten sowohl Jörg also auch ich schon Erfahrung sammeln dürfen. Jörg als wiederkehrender Privatpatient mit wiederkehrender Mandelentzündung, war sehr zufrieden mit dem Arzt. Er wurde in der Praxis so richtig schön betüddelt und durfte, auch ohne Termin, immer gleich vor allen zweitklassigen wartenden Kassenpatienten ins Sprechzimmer. Ich hingegen als wehrlose KKH-versicherte musste mir mit Stirnhöhlenvereiterung mein Recht auf Antibiotikabehandlung hart erkämpfen. Die Plakate im Sprechzimmer ließen mich damals wissen, dass ich alles andere als Willkommen sei weil ich quasi schon mit der Abgabe meines Kärtchens das Budget für&#8217;s Quartal verbraten habe, und so war es dann auch, als der Doktor nach dem Ultraschall meinte, mit meiner Stirn sei alles in Ordnung, ich solle mal lieber zum Augenarzt oder Neurologen gehen. Beim Augenarzt war ich, der fand mein Anliegen komisch und meine Augen super, abgesehen von der bekannten Kurzsichtigkeit. Den Neurologen habe ich mir gespart. Wenn, dann wäre ich sowieso gleich zum Psychologen gegangen &#8230; Am Ende habe ich so lange im Wartezimmer das HNO-Arztes lauthals protestierend ausgeharrt, bis ich mit meinen mehr als charakteristischen Stirnhöhlen-Kopfschmerzen noch einmal zum Arzt vorgelassen wurde und er meinte, bevor ich zum CT gehe solle ich dann doch mal ein Antibiotikum probieren. Das half dann auch recht schnell. Sein insuffizientes Ultraschallgerät hatte wohl in meinen verwinkelten Stirnhöhlen den Rotz einfach nicht entdeckt&#8230; Aber irgendwie war mir der Mann trotzdem noch sympathisch, komisch, oder?</p>
<p>Auf jeden Fall waren wir der Meinung, dass man beim Ins-Ohr-Schauen und Viel-Ohrenschmalz-Feststellen und ggf. Ohr-Reinigen nicht viel falsch machen kann und vertrauten uns auch in der Angelegenheit unserer Tochter diesem Arzt an. Nach mittellanger Wartezeit wurden wir (alle drei zusammen) vorgelassen zum Doktor. Er rief schon mit ziemlich Unheil-schwanendem Blick erst mich auf (ob er sich an meinen &#8220;Fall&#8221; erinnerte? Ich hoffe, dass meine Show damals einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat&#8230;) und seine Gesichtszüge entgleisten dann völlig, als wir ihm mitteilten, dass es nicht um mich sondern um unsere Tochter gehe. Ich glaube, dieser Mann hat noch nie in seinem Leben ein Kind gesehen, zumindest nicht als Patient.</p>
<p>Er forderte mich und meine Tochter auf, uns zusammen auf den Behandlungsstuhl zu setzen. Es fehlten völlig die sonst üblichen vertrauensbildenden Maßnahmen wie &#8220;Hallo Du junge Dame, wer bist Du denn? Wie alt bist Du denn schon? Was, Du hattest gerade erst Geburtstag? Gehst Du denn auch schon in den Kindergarten?&#8221;. Nichts, der Arzt hielt es für besser vor dem Kind zu sitzen und sich unsere Geschichte vom Ohrenschmalz anzuhören. Das Kind hielt sich derweil die Ohren zu. Der Arzt hielt unmotiviert sein &#8220;Besteck&#8221; in den Händen und schien nur mit einem vagen Vorsatz behaftet, dem Kind tatsächlich in die Ohren schauen zu wollen. Wir warteten, darauf, dass es in irgendeiner Form losgeht, aber dann sagte er ganz lapidar: &#8220;Nee, also wenn sie nicht mitmacht dann hat das keinen Sinn.&#8221;</p>
<p>&#8220;Hallo? Sie haben es ja gar nicht versucht!&#8221; war ich drauf und dran zu sagen. Aber schnell schob er hinterher: &#8220;Ich kann das Kind ja nicht fixieren, wenn dann müssten das die Eltern tun.&#8221; &#8220;Ja, aber warum sagen Sie uns denn nicht, wie wir das am besten machen sollen?&#8221; hätte ich am liebsten gesagt, aber er war wieder schneller: &#8220;Und selbst wenn ich reinschauen könnte, reinigen kann ich das Ohr so auf keinen Fall!&#8221;</p>
<p><strong>Bumms.</strong> Wir waren ein wenig perplex, wie der ein oder andere Leser vielleicht nachvollziehen kann&#8230; Was glaubt der denn? Dass wir das Kind bereits in Zwangsjacke in seine Praxis führen, am besten noch geknebelt? Ein bisschen Anleitung und Aufforderung hätten wir uns zum Festhalten schon gewünscht, aber der Typ wollte uns offenbar einfach nur loswerden. Dann schob er noch hinterher, dass zu viel Ohrenschmalz ja auch gar keine Krankheit sei. Super! Das hatten wir uns auch schon fast gedacht. Aber wir waren ja nicht da, um uns mit dem Ohrenschmalz unserer Tochter krank schreiben zu lassen, sondern um andere Ursachen für Ihre Schwerhörigkeit auszuschließen.</p>
<p>Letztendlich gab er uns als einzig konstruktive Maßnahme immerhin ein Rezept mit für eine Substanz, die man zum Auflösen des Ohrenschmalzes in das Ohr des Kindes träufeln soll. Dadurch soll sich der Ohrenschmalz verflüssigen und anschließend auswaschen lassen. Meine Mama hat noch von einer anderen Idee gehört: Man soll den Ohrenschmalz trocken föhnen (aber von Weitem! <img src='http://www.wortdealer.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ) bis er krümelig ist und dann das Kind horizontal ausschütteln, damit die Krümel aus dem Ohr rausfallen.</p>
<p>Mit beiden Methoden warte ich noch, bis Jörg wieder aus München zurück ist, schließlich kann ich das Kind ja nicht ganz alleine fesseln und  fixieren&#8230;</p>
<p><strong>P.S.: </strong>In der Apotheke gab es noch ein interessantes &#8220;Nachspiel&#8221;. Das Rezept für die Ohrenlösung war auf einem rosa Zettel ausgestellt. Normalerweise bekommt man ja alle Medikamente auf rosa Zettel und für Kinder sowieso von der Krankenkasse erstattet. Ich gab also den rosa Wisch beim Apotheker ab, der holte das Zeug und sagte dann: &#8220;Das macht 9,39 Euro.&#8221; Ich darauf: &#8220;Was? Das ist doch für ein Kind.&#8221; Er: &#8220;Ja, ich würde Ihnen ja auch gerne etwas anderes sagen, aber für die Krankenkasse ist das so, als ob Sie Bomboms [und er sagte das genau so!] kaufen würden. Ohrenschmalz ist ja keine Krankheit!&#8221;</p>
<p>&#8220;DANKE, das wusste ich schon!&#8221;</p>
<p>&copy;2012 <a href="http://www.wortdealer.de">WORTdealer</a>. All Rights Reserved.</p>.<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.wortdealer.de%2F2009%2F12%2F08%2Fmit-dem-kind-beim-ohrenarzt%2F&amp;title=Mit%20dem%20Kind%20beim%20Ohrenarzt." id="wpa2a_4"><img src="http://www.wortdealer.de/wordpress/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mit dem Kind bei der Zahnärztin.</title>
		<link>http://www.wortdealer.de/2009/11/30/mit-dem-kind-bei-der-zahnarztin/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 22:17:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortdealer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Foto: Al Fed Heute war ich mit dem Kind bei der Zahnärztin, zum ersten Mal! Weil das Kind nämlich inzwischen drei Jahre alt ist und alle Zähne im Mund hat, die man in diesem Alter so haben sollte. Ich habe ihre Zähne zwar jetzt schon länger nicht mehr gezählt, aber zuletzt waren es normgerecht 20 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-297" title="Alen_zeig Zähne" src="http://www.wortdealer.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/Alen_zeig-Zähne.jpg" alt="Alen_zeig Zähne" width="500" height="343" /></p>
<p>Foto: <a title="Al Fed" href="http://www.flickr.com/photos/al-stan/" target="_blank">Al Fed</a></p>
<p>Heute war ich mit dem Kind bei der Zahnärztin, zum ersten Mal! Weil das Kind nämlich inzwischen drei Jahre alt ist und alle Zähne im Mund hat, die man in diesem Alter so haben sollte. Ich habe ihre Zähne zwar jetzt schon länger nicht mehr gezählt, aber zuletzt waren es normgerecht 20 süße Milchzähnchen, die sich da nebeneinander aufreihten. Eigentlich ist die Zahl der Zähne nur so lange relevant, wie noch nicht alle da sind. Es ist nämlich ziemlich praktisch, wenn ein Kind noch nicht alle Zähne hat. So kann man jede Gemütsregung, die sich nicht sofort erklären lässt (und das sind im sprachlosen Alter von 0-2 viele!), jederzeit eine Begründung für abweichendes Verhalten vorweisen: &#8220;Sie kriegt Zähne! Die Eckzähne sollen ja auch besonders fies sein!&#8221;</p>
<p>Der Opa Bänd sagt ja, dass die Zähne des Kindes vom Daumenlutschen ein bisschen nach vorne stehen, wir sähen das nur nicht so, weil wir ja ständig mit dem Kind zusammen sind. Ein bisschen schief und gegeneinander verdreht sind die beiden unteren Schneidezähne tatsächlich und oben stehen sie vielleicht ein ganz kleines bisschen vor. Aber da das Kind ansonsten relativ hübsch ist, fällt dieser Makel nicht so ins Gewicht. Es kann aber ja kein Fehler sein, wenn ein fachkompetenter Mensch sich das einmal anschaut.</p>
<p><span id="more-296"></span>Wir waren also heute bei der Zahnärztin. Bei strömendem Regen und dunkelstem Drohkulissenhimmel haben wir uns zu jenem Gebäude vorgearbeitet, das im letzten Jahr etwa zur gleichen Zeit (wenn es irgendwie möglich ist, gehe ich nur genau einmal im Jahr zu unserer Zahnärztin) noch eine entkernte Ruine war. Nur der 5. Stock, wo die Praxis residiert, schien von den Bauarbeiten ausgeschlossen. Ich musste damals &#8211; ungelogen &#8211; zum Glück ohne Kind mitten durch die Baustelle, vorbei an schwitzenden Bauarbeitern und laut arbeitenden schweren Baugeräten laufen. Eigentlich hätte ich dabei mindestens einen Helm und Sicherheitsschuhe tragen müssen. Zwischendurch habe ich mich in Stockwerke verirrt, von denen ich nicht wusste, ob es wohl unten drunter noch tragende Wände gibt&#8230; Aber egal, ich habe es überlebt. In diesem Jahr war das Haus schön neu gemacht (wahrscheinlich muss man sich nun nur noch um besagten 5. Stock sorgen), der Aufzug war gut zu finden und in Betrieb und ich bin wohlgelaunt mit meiner Tochter nach oben gefahren. Siegesgewiss, weil wir am Vorabend das Mundaufmachen &#8220;wie eine Eule&#8221; (häh?) geübt haben und das Kind mit der Aussicht auf eine Brezel NACH erfolgreicher Zahninspektion ziemlich motiviert war,  wie ich hoffte. Im Wartezimmer gabe es gleich diverse Spielmaterialen und das Kind war gar nicht scheu. &#8220;Prima&#8221; dachte ich , währende ich mich gleichzeitig vor meiner eigenen Zahnuntersuchung fürchtete. &#8220;Bitte, bitte lass&#8217; alles gut sein mit meinen Beißerchen&#8230;&#8221;</p>
<p>Nun kam die Ärztin mit ihrer wahnsinnig beruhigenden Ausstrahlung ins Wartezimmer und verwickelte das Kind gleich in ein Gespräch. &#8220;Das klappt ja super!&#8221; dachte ich und hätte schwören können, dass meine Tochter für diese Person den Mund sicher extra weit aufmachen würde. Das Kind bestand aber darauf, so hatte ich es auch mit ihr vereinbart, dass die Mama zuerst untersucht wird. Klar! Ich also gute Miene zum bösen Spiel und habe versucht, beim Posieren auf dem Zahnarztstuhl ein Gesicht zu machen, als gäbe es nichts Schöneres auf der Welt. Mehrfach wiesen wir das Kind albern darauf hin, dass die Mama jetzt ein Lätzchen anhat. Haha!  Während die Ärztin zum wiederholten Male der Sprechstundenhilfe  jeden meiner Zähne mit jeder einzelnen Füllung diktierte (seit dem letzten Mal hat sich da eigentlich nichts geändert&#8230;),  versuchte ich dabei möglichst zu grinsen und meine Tochter anzuschielen, die rechts neben uns auf einem IKEA-Kinderstuhl saß. Gleichzeitig betete ich erneut &#8220;Bitte, bitte lass&#8217; alles gut sein mit meinen Beißerchen&#8230;.&#8221; Nun ergriff die Zahnärztin wieder das Wort und erklärte mir, dass sie &#8220;zum Schutz des Kindes, wegen der erschreckenden Geräusche&#8221; meinen Zahnstein nicht per Ultraschall sondern nur manuell  (sprich mit einem fiesen Metall-Pieksding) entfernen werde. Mir war das sehr Recht, nicht nur dem Kind zuliebe&#8230;. Sie kratzte also an meinem Zahstein herum und ich war immernoch die fröhlichste Mutter der Welt, auch als ich den blutigen Speichel aus meinem Mund lächelnd ausspülen durfte. &#8220;Siehst Du, mein Kind, jetzt bin ich schon fertig. Und nun bist Du dran!&#8221; Und schwupps war das Kind wieder im Wartezimmer verschwunden. Aber die Zahnärztin wäre ja nicht Superwoman, wenn sie gleich aufgeben würde. Geduldig kehrten wir gemeinsam zu meiner Tochter zurück und versuchten sie davon zu überzeugen, dass &#8220;Mundaufmachen&#8221; echt nichts Schlimmes ist. Sie aber zierte sich mit Begeisterung und fand, dass Mundaufmachen total blöd sei! Das formulierte sie auch so oder ungefähr so. Nach einiger Zeit, die Ärztin hatte sich erwartungsgemäß nicht den ganzen Nachmittag für uns freigenommen, wurde die Geheimwaffe geholt: Jasmin, eine Sprechstundenhilfe, die wahrscheinlich bei kleinen Mädchen einen guten Stand bewiesen hat. Dieses junge Ding mit Brillie im Eckzahn (ist das immer noch in Mode?) versuchte nun mit Engelszunge und pädagogisch wenig subtil meine Tochter zum Mundaufmachen zu bewegen. Zuerst kam der billige Trick à la &#8220;Hast Du überhaupt Zähne?&#8221; zum tragen &#8211; wenig erfolgreich. Anschließend versuchten wir durch vorbildhaftes Mundaufreißen und Locksprüchen wie &#8220;Wie macht denn der Löwe?&#8221; unser Bestes, aber nichts half. Das Kind war der Meinung, der Löwe (ein sehr kleiner) mache &#8220;Miau&#8221; und das kann man sagen, fast ohne  die Lippen dabei zu bewegen. Meine &#8220;Brezelkeule&#8221; half auch nicht, weder in der Variante &#8220;Mach mal den Mund auf, dann bekommst Du danach eine Brezel&#8221; noch in der Version &#8220;Also, wenn Du jetzt nicht den Mund aufmachst, dann gibt&#8217;s auch keine Brezel&#8221;. Der Appetit meiner Tochter schien verflogen. Kurz probierte ich auch noch die Tour, dass wir dann eben so lange hierblieben, bis sie sich endlich in den Mund schauen lässt, aber davon rückte ich schnell wieder ab, weil ich das weder mir noch dem Praxisteam antun wollte &#8211; für das Kind war das Wartezimmer gar nicht so unattraktiv&#8230;</p>
<p>Und jetzt? Die Zahnärztin war schon auf nimmer Wiedersehen mit anderen Patienten beschäftigt und mir war klar, dass wir außer Jasmin niemanden mehr zu sehen bekämen. Ich erkundigte mich zaghaft, wie man denn üblicherweise mit solch behandlungsresistenten Exemplaren von Kind umginge, um mir die plausible Antwort abzuholen, einfach beim nächsten Mal wieder zu kommen. Aha! Innerlich verbuchte ich diesen Termin also schon als erfolglos aber wenigstens vorbei, als Jasmin den Joker aus dem Ärmel zog. Und ich fragte mich, wieso sie diesen Trumpf erst jetzt ausspielte &#8211; wir hätten uns das ganze Theater sparen können. Jasmin also ganz kess zu meiner Tochter: &#8220;Du darfst Dir was zum Spielen aussuchen, ein Geschenk, aber erst wenn Du den Mund aufmachst!&#8221; PLING! Auf einmal hatte Jasmin die gesamte Aufmerksamkeit des Kindes. Geschenk? Aussuchen? Da war meine Tochter sofort dabei. &#8220;Dann musst Du aber auch den Mund aufmachen!&#8221;. Also gut, sie ließ sich schon noch bitten, aber langsam aber sicher bewegten sich die beiden Kieferchen auseinander und offenbarten für einige Sekunden ein kleines Gebiss mit 20 Zähnchen. Super! Überschwänglich gratulierten wir dem Kind für so viel Mut. &#8220;Und? War das schlimm?&#8221; &#8220;Nein!&#8221; so meine Tochter, aber das wusste sie auch schon vorher. Und jetzt das Spielzeug. Ich erinnere mich, dass es bei meinem Augenarzt früher immer richtig schöne Sachen gab, kleine Ringe mit Kusntstoffsteinchen drin zum Beispiel. Jasmin holte die Geschenkkiste und ich war ziemlich enttäuscht. In der Plastikbox wimmelte es nur so von widerlichen Gummi-Insekten. Bäh! Solche Viecher hatte ich zuletzt beim Kindergarten-Hexenfest als Deko auf den Kuchen verteilt. Meine Tochter suchte sich natürlich zielsicher das ekligste Tier aus, eine fiese Kakerlake. Damit war sie aber immerhin sehr glücklich und stellte gleich fest, dass sie sich beim nächsten Mal ein grünes Tier aussucht. &#8220;Ja klar, aber erst musst Du den Mund aufmachen!&#8221; &#8220;Ja, aber nicht auf dem Stuhl.&#8221; &#8220;O.k., aber Du musst die Zähne der netten Zahnärztin zeigen.&#8221;</p>
<p>Mit diesem Deal verließen wir die Praxis: Meine Tochter glücklich über eine Gummi-Kakerlake, die sie sich tapfer erkämpft hatte und ich glücklich, weil offenbar alles mit meinen Zähnen (oder dem, was davon noch nicht in Amalgam umgewandelt ist)  in Ordnung ist&#8230;</p>
<p>Zum Thema &#8220;schiefe Zähne&#8221; erfuhren wir noch von Jasmin, dass man vor dem Schulalter mit Zahnspange eh nicht anfängt, dass das Kind ruhig weiter am Daumen lutschen soll und dass die Zähne nicht besorgniserregend schief seien. Gott sei Dank! Wir kommen in einem halben Jahr wieder!</p>
<p>Und als nächstes gehen wir zum Ohrenarzt, weil das Kind seit ein paar Tagen schlecht hört&#8230; Wir glauben da ist ein Riesenschmalzpfropf im Ohr oder in beiden, der Kinderarzt hat schon gesagt, dass man vor lauter Ohrenschmalz nicht bis zum Trommelfell sehen kann&#8230;. Aber vielleicht schützt der auch vor Mittelohrentzündung, von diesem Übel sind wir bis jetzt verschont geblieben. Naja, und &#8220;Hören&#8221; hat ja im Alter von drei Jahren eh nicht oberste Priorität&#8230;.</p>
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