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	<title>WORTdealer &#187; Gott?</title>
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	<description>&#34;Alles muss raus - und der Junge auch!&#34;</description>
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		<title>Unendlich kompliziert!</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 19:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortdealer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beweg' uns!]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft für jeden]]></category>
		<category><![CDATA[Gott?]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich lese gerade ein Buch von David Foster Wallace : &#8220;Die Entdeckung des Unendlichen: Georg Cantor und die Welt der Mathematik&#8220;. Ich bin noch ganz am Anfang  und der Text ist &#8211; wie bei DFW üblich &#8211; gespickt mit ausschweifenden Fußnoten. Es handelt sich um ein geschichts-mathematisches Buch, das sich &#8211; wie der Titel schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1294" title="unendlich" src="http://www.wortdealer.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/unendlich1.jpg" alt="unendlich" width="240" height="185" />Ich lese gerade ein Buch von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Foster_Wallace" target="_blank">David Foster Wallace</a> : &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Die-Entdeckung-Unendlichen-Cantor-Mathematik/dp/3492254934/ref=sr_1_5?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1272131777&amp;sr=8-5" target="_blank">Die Entdeckung des Unendlichen: Georg Cantor und die Welt der Mathematik</a>&#8220;. Ich bin noch ganz am Anfang  und der Text ist &#8211; wie bei DFW üblich &#8211; gespickt mit ausschweifenden Fußnoten.</p>
<p>Es handelt sich um ein geschichts-mathematisches Buch, das sich &#8211; wie der Titel schon sagt &#8211; mit der Entdeckung des Unendlichen befasst, vor allem mit den Erkenntnissen des deutschen Mathematikers <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Cantor" target="_blank">Georg Cantor</a> zu diesem Thema. Bis jetzt kann ich dem Inhalt noch einigermaßen folgen, allerdings hoffe ich, dass es nicht noch viel mathematischer wird &#8230;</p>
<p><span id="more-1288"></span>Inspiriert von der Lektüre habe ich nun eine &#8220;Vorher-Idee&#8221; (also bevor ich eigentlich ein Fazit für mich aus dem Buch ziehen kann, bin erst im Vorgeplänkel auf S. 74) von &#8220;Unendlich&#8221; entwickelt. Meine Idee lautet:<br />
&#8220;Unendlich&#8221; gibt es nur als abstrakten Begriff, weil nämlich &#8220;in Echt&#8221; alles absolut zählbar ist. Stelle man sich vor, man müsste alle vorhandenen Atome im Universum zählen, dann käme man auf einen sehr sehr hohen, für uns nicht mehr greifbaren, letztlich aber absoluten Wert. Als Quantenphysiker könnte man diesen Wert noch vervielfältigen, indem man die Elektronen und Neutronen und anderen Onen zählt. Sehr wahrscheinlich gibt es noch schlauere Leute, denen weitere zählbare Objekte einfallen, die NOCH häufiger vorkommen als die genannten Onen, aber letztlich landet man doch immer bei einer endlichen Zahl. Alle weiteren Maßnahmen, mit denen man sich der Unendlichkeit annähert, indem man z.B. die schon unglaublich hohe Zahl der gesamte Atome im Universum multipliziert oder durch Werte &lt;1 dividiert, sind nur noch abstrakte Hausnummern, die nichts Konkretes mehr beschreiben.  Somit wäre das Unendliche völlig abstrakt und unkonkret &#8211; um nicht zu sagen: nicht vorhanden &#8211; und wir müssen uns nicht mehr so demütig und ehrfürchtig vor ihm verbeugen. Außerdem müsste uns nicht mehr schwindelig werden, wenn wir versuchen, uns Unendliches vorzustellen, weil uns einfach klar wäre, dass allein das Vorhaben schon Quatsch ist &#8230;</p>
<p>Meine Erkenntnisse entbehren sicherlich nicht einiger Banalität. Für Mathematiker, Physiker oder Philosophen ist das wahrscheinlich lächerlich, was ich da von mir gebe. Für mich ist es aber wenigstens mal nachdenkenswert &#8230;</p>
<p>Ich bin gespannt, zu welcher Erkenntnis Cantor und DFW kamen und ob irgendetwas von meiner &#8220;Vorher-Idee&#8221; nach der weiteren Lektüre des Buches noch Bestand haben wird &#8230;</p>
<p>Mehr Erkenntnis geht doch immer &#8211; oder etwa nicht?</p>
<p>&copy;2012 <a href="http://www.wortdealer.de">WORTdealer</a>. All Rights Reserved.</p>.<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.wortdealer.de%2F2010%2F04%2F24%2Funendlich-kompliziert%2F&amp;title=Unendlich%20kompliziert%21" id="wpa2a_2"><img src="http://www.wortdealer.de/wordpress/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sehr interessante Diskussion: Der agnostische fehlschluss oder warum richard dawkins irrt</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 23:08:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortdealer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beweg' uns!]]></category>
		<category><![CDATA[Politik/Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gott?]]></category>
		<category><![CDATA[wieso?]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier habe ich mal folgenden Kommentar abgegeben. Die Diskussion finde ich wirklich interessant, allerdings etwas praxisfern (was die Philosophie wohl häufig so an sich hat)&#8230; Meine Ausführungen lassen sich vermutlich auch außerhalb des Kontexts verstehen, wenn man eine Ahnung davon hat, was Agnostizismus bedeutet&#8230; (ich musste das auch erst lernen und bin mir immernoch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/12/der-agnostische-fehlschluss-oder-warum-richard-dawkins-irrt.php" target="_blank">Hier</a> habe ich mal folgenden Kommentar abgegeben. Die Diskussion finde ich wirklich interessant, allerdings etwas praxisfern (was die Philosophie wohl häufig so an sich hat)&#8230;<br />
Meine Ausführungen lassen sich vermutlich auch außerhalb des Kontexts verstehen, wenn man eine Ahnung davon hat, was Agnostizismus bedeutet&#8230; (ich musste das auch erst lernen und bin mir immernoch nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe) &#8230;</p>
<p><strong>Zitat-Anfang Kommentar:</strong></p>
<p><span id="more-362"></span><span style="color: #808080;">Wie jetzt? Verstehe ich es richtig, dass ein Agnostiker alles, was nicht in seinem Erfahrungshorizont liegt, als prinzipiell möglich erachtet? Es sei denn, es wurde bereits widerlegt? Ja Wahnsinn, das eröffnet einem ja völlig neue Möglichkeiten, nämlich quasi potenziell alles zu glauben, vielleicht sogar alle Weltreligionen gleichzeitig für existent zu halten. Möglicherweise! Wenn die Götter sich nur gut genug miteinander vertragen.<br />
(CAVE: Meine philosophische Vorbildung hält sich in Grenzen! Dennoch fühle ich mich der Diskussion &#8220;gewachsen&#8221;.)</span></p>
<p><span style="color: #808080;">Ich habe Jahre gebraucht, um mich von einem katholisch definierten Gott (ist der jetzt eigentlich widerlegt?) endgültig zu distanzieren, der mir als Kind eingebläut wurde. Heute sehe ich wirklich gar keine Anhaltspunkte mehr FÜR einen solchen Gott, und die Beweislast liegt m.E. natürlich eindeutig bei den Theisten! So ist es doch auch vor Gericht: In dubio pro reo! Derjenige, der eine Tatsache (und nicht eine Nicht-Tatsache) behauptet, muss schlüssige Belege vorweisen, und nicht der Verdächtige, der alles (= Nicht-Tatsache) bestreitet. Dieses Verfahren halte ich auch irgendwie für vernünftig&#8230;</span></p>
<p><span style="color: #808080;">Ich finde es persönlich sehr befreiend, nicht mehr von einem Gott ausgehen zu müssen, der vielleicht irgendetwas von mir will. Andererseits beschäftigt mich natürlich die Frage nach dem Tod (oder besser: vor dem Tod) in einer anderen Art und Weise, da mir keine phantastischen Vorstellungen vom Paradies mehr vor Augen schweben &#8230; Schade eigentlich!</span></p>
<p><span style="color: #808080;">Für mich ist die wirklich interessante Frage: Was sind denn die praktischen Konsequenzen? Was bringt es mir oder einer Gesellschaft, im agnostischen Sinne einen Gott für grundsätzlich möglich zu halten? Vielleicht einfach nur unbegrenzte Toleranz gegenüber allem, was sich vorerst einfach mal postulieren lässt? Das ist ja auch nicht ganz sinnlos: Besser, innerhalb einer Gesellschaft gibt es zu viel Toleranz als zu wenig, das hat uns die Geschichte ja an verschiedenen Stellen gelehrt&#8230; So gesehen lebe ich lieber in einer Gesellschafter voller toleranter Agnostiker oder Theisten, die tolerant alle Möglichkeiten für möglich halten, als unter strikten Atheisten und Logikern (?), die nur das für bare Münze nehmen, was sich als Wirklichkeit oder wenigstens als sinnvoll herauskristallisiert. Auch wenn ich gerne unter den einen lebe, zähle ich mich eher zu den anderen &#8230;</span></p>
<p><span style="color: #808080;">Eine zufriedenstellende, bewiesene Antwort zum Thema &#8220;Gibt es einen Gott?&#8221; werde ich in den nächsten, sagen wir 60, Jahren bis zu meinem voraussichtlichen Dahinscheiden eh&#8217; nicht erhalten. Was soll also die ganze Spekulation? Welche Konsequenzen hat das für mein Leben?</span></p>
<p><span style="color: #808080;">Ist der Agnostizismus vielleicht nicht einfach nur eine spirituelle Hintertür? Frei nach dem Motto: Wenn ich einen (den?) Gott für nicht gänzlich unmöglich halte, lässt er mich vielleicht doch in den Himmel?</span></p>
<p><span style="color: #808080;">Ich kann diese Haltung nicht nachvollziehen, respektiere aber natürlich alle ganz artig tolerant, die diese Haltung vertreten.</span></p>
<p><span style="color: #808080;">Ansonsten: Hut ab! Schöne Diskussion hier. Das gefällt mir sehr!</span></p>
<p><strong>Zitat-Ende.</strong></p>
<p>Weil ich es aber wirklich cool finde, wenn im WWW über so existenzielle Fragen diskutiert wird, erweiter ich doch gleich mal meinen/mein (der/die/das?) Blogroll um den <a title="astrodicticum-simplex" href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex" target="_blank">astrodicticum-simplex</a>.</p>
<p>Nachtrag 13.12.09: Die Diskussion ging noch viel weiter. Ich wurde einerseits verbal abgewatscht (weil ich möglicherweise nicht redlich intellektuell genug &#8211; oder war es intellektuell redlich ? &#8211; mit dem Thema umgehen könne) aber auch sehr freundlich aufgeklärt und belehrt. War schön! Aber &#8220;echtes Leben&#8221; außerhalb der theoretischen Gedankengebäude ist schöner &#8230;<br />
Zum Thema Agnostizismus lag mir noch rein assoziativ die ganze Zeit auf der Zunge (aber das konnte ich doch drüben nicht sagen!):</p>
<p>&#8220;Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein!&#8221; (Sorry, liebe Agnostiker, ich mein&#8217;s nicht so, bin doch im Grunde meines Herzens auch eine von Euch!)</p>
<p>sowie</p>
<p>&#8220;Nicht ist unmöglich &#8230; Toyota!&#8221;</p>
<p>&copy;2012 <a href="http://www.wortdealer.de">WORTdealer</a>. All Rights Reserved.</p>.<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.wortdealer.de%2F2009%2F12%2F10%2Fsehr-interessante-diskussion-der-agnostische-fehlschluss-oder-warum-richard-dawkins-irrt%2F&amp;title=Sehr%20interessante%20Diskussion%3A%20Der%20agnostische%20fehlschluss%20oder%20warum%20richard%20dawkins%20irrt" id="wpa2a_4"><img src="http://www.wortdealer.de/wordpress/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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