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	<title>WORTdealer &#187; Saramago</title>
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	<description>&#34;Alles muss raus - und der Junge auch!&#34;</description>
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		<title>&#8220;Die Stadt der Blinden&#8221; &#8211; die Literaturverfilmung</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 22:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortdealer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beweg' uns!]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Film/Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Die Stadt der Blinden]]></category>
		<category><![CDATA[Saramago]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern haben wir die Literaturverfilmung  &#8220;Die Stadt der Blinden&#8221; auf DVD angeschaut (das Buch von José Saramago habe ich hier bereits besprochen!). Regie führte Fernando Meirelles und das  Drehbuch ist von Don McKellar. Beide waren mir vorher kein Begriff, ich bin auf dem Gebiet aber auch nicht so bewandert. Abgesehen davon, dass die Handlung im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-282" title="Stadt d. Blinden DVD" src="http://www.wortdealer.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/11/Stadt-d.-Blinden-DVD.jpg" alt="Stadt d. Blinden DVD" width="240" height="240" /></p>
<p>Gestern haben wir die Literaturverfilmung  &#8220;Die Stadt der Blinden&#8221; auf DVD angeschaut (das Buch von José Saramago habe ich <a title="hier" href="http://www.wortdealer.de/?p=37" target="_blank">hier</a> bereits besprochen!). Regie führte Fernando Meirelles und das  Drehbuch ist von Don McKellar. Beide waren mir vorher kein Begriff, ich bin auf dem Gebiet aber auch nicht so bewandert.</p>
<p>Abgesehen davon, dass die Handlung im Film natürlich stark verkürzt dargestellt wurde (viele im Buch starke Szenen fehlten) und demnach auch zahlreiche Dialoge entfallen sind, die im Buch die Wesenszüge der Protagonisten viel besser herausarbeiten, fand ich die Umsetzung doch ganz passabel. Vor allem die im Film dargestellten Bilder (v.a. von der Nervenheilanstalt und später auch auf der Straße), entsprachen ziemlich übereinstimmend dem, was ich mir bei der Lektüre vorgestellt habe. Oft wird man ja beim Betrachten einer Literaturverfilmung bereits rein visuell enttäuscht&#8230;</p>
<p><span id="more-281"></span>Die Schauspieler (u.a. Mark Ruffalo als der Arzt, Julianne Moore als Frau des Arztes, und Gael Garcia Bernal als Bösewicht) haben in meinen Augen eine solide Leistung abgeliefert. Ich stelle es mir ziemlich schwierig vor, als Sehender einen Blinden zu spielen&#8230;.</p>
<p>Was mich im bei der Lektüre des Buches positiv überraschte war, dass die Geschichte nach der Flucht aus der Nervenheilanstalt noch weiterging und auch weiterhin ziemlich spannend  blieb, obwohl ja die Flucht aus der Sanatorium-Hölle bereits wie ein kleines Happy End erschien. Hier wurde beim Film zum Ende hin extrem gekürzt, was ich ziemlich schade fand, weil ich das Leben der Blinden unter Blinden in den Straßen der verwahrlosten Stadt mindestens genauso interessant fand, wie die vorausgehende beklemmende Situation während der &#8220;Kasernierung&#8221;.</p>
<p>Jörg fand den Film nicht so doll. Ich frage mich, ob das daran liegt, dass er das Buch nicht gelesen hat. Vielleicht habe ich ja auch beim Anschauen des Filmes meine starken Eindrücke aus dem Buch einfach &#8220;mitgenommen&#8221; und mit der filmischen Darstellung verwoben, so dass ich die Defizite nicht so wahrgenommen habe&#8230;</p>
<p>Zugegeben, nach dem Lesen des Buches war ich richtig elektrisiert und gefesselt von der Geschichte. Das ging mir nach dem Ansehen der Verfilmung gar nicht so. Aber welche Verfilmung hat schon je ein Buch übertroffen? Mir fällt dazu kein Beispiel ein.</p>
<p>Meine Empfehlung: Lest das Buch und spart Euch den Film, er ist zwar ganz gut umgesetzt, kommt aber an die Intensität des Buches überhaupt nicht heran. Wenn&#8217;s Euch interessiert, dann seht auch den Film, wenn Ihr gerade keine andere DVD im Haus habt.</p>
<p>Wer gar keine Zeit oder Lust zum Lesen hat sollte sich den Film unbedingt anschauen, weil die Story einfach so genial ist und eben auch filmisch passabel umgesetzt.</p>
<p>Bei <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Stadt_der_Blinden_%28Film%29" target="_blank">Wikipedia </a>(und sicher auch in anderen Movie-Datenbanken) findet man noch eine ausführlichere Analyse des Films.</p>
<p>&copy;2012 <a href="http://www.wortdealer.de">WORTdealer</a>. All Rights Reserved.</p>.<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.wortdealer.de%2F2009%2F11%2F28%2Fdie-stadt-der-blinden-die-literaturverfilmung%2F&amp;title=%26%238220%3BDie%20Stadt%20der%20Blinden%26%238221%3B%20%26%238211%3B%20die%20Literaturverfilmung" id="wpa2a_2"><img src="http://www.wortdealer.de/wordpress/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>“Die Stadt der Blinden” von José Saramago</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 20:55:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wortdealer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beweg' uns!]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Die Stadt der Blinden]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Saramago]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade habe ich &#8220;Die Stadt der Blinden&#8221; von José Saramago gelesen. Das Buch ist bereits 1995 auf Portugiesisch erschienen und 1997 zum ersten Mal auf Deutsch. Eine Freundin hat es mir geliehen und ich habe es verschlungen! Auf der Welt bricht eine Epidemie der Blindheit aus. Nach und nach erblinden alle Menschen aus heiterem Himmel. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-134" title="Stadt der Blinden" src="http://www.wortdealer.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/10/Stadt-der-Blinden.jpg" alt="Stadt der Blinden" width="240" height="240" /></p>
<p>Gerade habe ich <strong>&#8220;Die Stadt der Blinden&#8221; von José Saramago</strong> gelesen.<br />
Das Buch ist bereits 1995 auf Portugiesisch erschienen und 1997 zum ersten Mal auf Deutsch. Eine Freundin hat es mir geliehen und ich habe es verschlungen!</p>
<p>Auf der Welt bricht eine Epidemie der Blindheit aus. Nach und nach erblinden alle Menschen aus heiterem Himmel. Sie werden vom sog. &#8220;weißen Übel&#8221; ereilt, da die Blinden nicht in Dunkelheit sondern in einem grellen &#8220;Weiß&#8221; versinken.<br />
Zu Anfang versucht die Regierung dem Ganzen Herr zu werden, indem die Blinden interniert werden. Die Protagonisten sind ein Augenarzt und seine (sehende!) Frau, die sich aus Liebe zu ihrem Mann als Blinde ausgibt. Unter menschenverachtenden Bedingungen verleben die beiden ein paar Tage (oder Wochen?) in einem ehemaligen Sanatorium. Was zu Beginn mit einer kleinen Truppe zivilisierter Blinder beginnt, endet in einem düsteren und verzweifelten Kampf um Leben und Tod. Aufgrund der furchtbaren Bedingungen &#8211; Hunger, Dreck, ständige Bedrohung durch die bewaffneten Soldaten, Scham, Desorientiertheit &#8211; bricht bald unter den Verzweifelten ein unbarmherziger Krieg aus. Ein Teil der Gruppe verbarrikadiert sich in einem der Schlafräume, ist, mit einer Waffe ausgerüstet, nur auf den eigenen Vorteil bedacht und unterdrückt die anderen. Zuerst nehmen sie den Leuten ihre Wertsachen ab, als Bezahlung für das Essen. Kurze Zeit später vergewaltigen Sie systematisch die Frauen. Erst als es nicht mehr auszuhalten ist, nutzt die sehende Frau des Augenarztes ihren Vorteil und schlägt zurück&#8230;.<br />
<span id="more-37"></span>Das Ganze mündet darin, dass das Sanatorium befreit wird, als schon lange keine Lebensmittel mehr geliefert wurden. Von wem auch, alle Soldaten, ja, die ganze Welt, ist inzwischen ebenfalls erblindet. Die Menschen die heraus kommen sind entkräftet und am Ende.<br />
Die Gruppe um die sehende Frau (keiner weiß, warum nur sie nicht erblindet) schlägt sich in die Stadt durch, immer auf der Suche nach etwas zu essen. Sie finden schließlich Unterschlupf in der überraschend noch verschlossen und nicht geplünderten Wohnung des Arztes und seiner Frau. Die anderen Blinden, ganz auf sich und ihren Tastsinn gestellt, vagabundieren durch die Straßen, Tote liegen herum, die Tiere fallen über die Leichen her, es herrscht eine desolate Endzeitstimmung. Alle Supermärkte sind geplündert, die Zivilisation funktioniert nicht mehr, Straßen, Plätze und Wohungen sind verdreckt von Fäkalien und Müll. Es gibt keine Regierung mehr, keine Organisation, nichts. Alles strebt dem Ende zu&#8230;<br />
Neben der apokalyptischen Beschreibung der Vorkommnisse, die einem immer wieder aufzeigt, wie abhängig wir einerseits von unserem Augenlicht, andererseits von der &#8220;Zivilisation&#8221; sind, werden wie nebenbei die Charaktere eindrücklich beschrieben und es gibt sogar eine kleine Liebesgeschichte, die allerdings absolut im Kontext der anderen Geschehnisse steht und überhaupt nicht deplatziert wirkt.</p>
<p>Saramago hat einen Schreibstil, der mich absolut gefesselt hat. Er erzählt aus der Sicht einer Person, die die ganze Zeit dabei war, aber diese Person tritt nie in Aktion, sie beobachtet und berichtet nur, auf faszinierende Weise gleichzeitig objektiv und subjektiv. Diese Lektüre verspricht philosphische Denkanstöße, apokalpytische Visionen, tiefenpsychologische Einblicke in das Wesen des Menschen und absolute Hochspannung! Eine Kombination, die man sicher nicht so häufig antrifft&#8230;.</p>
<p>&copy;2012 <a href="http://www.wortdealer.de">WORTdealer</a>. All Rights Reserved.</p>.<p><a class="a2a_dd a2a_target addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.wortdealer.de%2F2009%2F10%2F04%2Fdie-stadt-der-blinden%2F&amp;title=%E2%80%9CDie%20Stadt%20der%20Blinden%E2%80%9D%20von%20Jos%C3%A9%20Saramago" id="wpa2a_4"><img src="http://www.wortdealer.de/wordpress/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a></p>]]></content:encoded>
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