Und noch mal Nasenspray!

Ich wusste doch, dass das Thema Nasenspray ein sehr ergiebiges ist!

Es ist mal wieder so weit, meine Droge – von der ich zwischenzeitlich zum Glück auch wieder runter war – ist leer und so schlappe ich in die hiesige Mall-Apotheke um mir „Das günstigste abschwellende Nasenspray, das Sie haben, bitte!“ zu bestellen. Die grimmig dreinblickende Verkäuferin, die ich eigentlich sofort mit der Zäpfchengeschichte auf die Probe hätte stellen sollen, antwortet mir ganz dreist: „Nasic ist abschwellend!“ Ich so: “ Ja, aber da gibt’s doch noch andere, von Ratiopharm oder AL und so…“ Und sie so: „Ja, aber Nasic ist abschwellend.“ Und ich: „Also letztens hatte ich das Spray von AL und das hat bei mir auch hervorragende abschwellende Eigenschaften gezeigt. In Nasic ist doch das gleiche drin, oder?“ Und man sah schon, dass sie total genervt davon war, dass ich ihr den teuren Mist nicht abkaufen wollte. Sie besteht darauf: „In Nasic ist aber was anderes drin.“ Und ich frage: „Was denn?“ Und sie: „Noch was Pflegendes für die Nase und auch der chemische Stoff ist anders.“ Ich (sehr skeptisch): „Aha!“ Gegeben hat sie mir dann trotzdem das AL-Spray.
Zu Hause sofort gegoogelt – warum habe ich eigentlich nicht direkt dort im Handy nachgesehen? Und natürlich ist in beiden Mitteln der gleiche unaussprechliche Wirkstoff Xylometazolinhydrochlorid drin. War ja klar. In Nasic ist zusätzlich noch Dexpanthenol enthalten, das pflegt die Nase von innen („Sie baden gerade Ihre Nase drin!“), aber ich will keine Pflege, sondern die reine Droge!
Jetzt bin ich auf dem Sprung zurück zur Apotheke um die nette Dame zu fragen, ob sie mich eigentlich ver….. wollte oder einfach nur gar keine Ahnung hat.

Ich bin ja eigentlich weit davon entfernt, Apotheker-Bashing zu betreiben, aber irgendwie werden sie ihrem Ruf doch gerecht.

WORTdealer fragt ihren Apotheker.

Im Wellness waren wir Mädels alle krank und statt Shoppen zu gehen, haben wir einige Apotheken in Oberstaufen besichtigt und dort den ein oder anderen Euro gelassen. Schon beim Verlassen der ersten Apotheke fiel mir ein, dass ich noch ein Fläschchen Nasenspray für Erwachsene gebrauchen könnte. Das Kinderzeug zeigte inzwischen kaum noch Wirkung … In der zweiten Apotheke nahm mich zu diesem Anliegen ein netter Apotheker in Empfang.

Ich: „Ich brauche bitte Nasenspray für Erwachsene, aber nicht das teure Otriven!“
Er: „Das hier?“ und zeigt mir eine Flasche Ratiopharm-Spray.
Ich: „Da gibt’s doch noch etwas billigeres, oder? Hauptsache es ist Xylometazolinhydrochlorid drin!“ (das kann ich aussprechen, ohne mich dabei zu verhaspeln!)
Er: „Hier habe ich noch was von AL.“ Widerwillig holt er die günstigere Alternative aus dem Lager. „Sie wissen schon, dass man das nicht zu lange nehmen soll?“
Ich so (augenzwinkernd): „Ja, ich nehme es nicht lange, sondern nur hoch dosiert! Ist das auch ein Problem?“
Er so (augenhochziehend): „Naja, sie müssen selbst wissen, was Sie machen.“
Ich: „Wissen Sie, das ist halt eine so geile Droge!“ (Ja, das habe ich wirklich gesagt, ich war halt voll „druff“, ein bisschen Wirkung zeigte das Kinderspray schon noch)
Er vermeidet den Blickkontakt und weiß nicht, was er sagen soll.
Ich: „Oje, ich will Sie ja auch überhaupt nicht zu einer Aussage hinreißen. Vielen Dank!“ und verlasse den Laden – natürlich hatte ich zwischenzeitlich gezahlt.

Was will uns dieses Verkaufsgespräch sagen? Weiterlesen